Wie kommt Plastik in die Ozeane und was machen Bakterien damit?
Diese und weitere spannende Fragen haben Dr. Rebecka Molitor und Dr. Stephan Thies vom Forschungszentraum Jülich und der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf im Rahmen der MINT-Vortragsreihe am GAT mit den Schülern sehr lebensnah besprochen. Dazu hielten die beiden Wissenschaftler zwei spannende Vorträge. Zuerst für die Schülerinnen und Schüler der Oberstufe. Hier ging es um das Thema „Biotechnologie und Bioökonomie als Mittel der Umwelthilfe“. Hierzu forschen die beiden Wissenschaftler an Polyesterasen, das sind Enzyme aus Bakterien, die Plastik zersetzen können. Dazu werden die Enzyme umprogrammiert, damit sie das Plastik effizienter zersetzen können. Ein toller Ansatz, um unser weltweites (Plastik-) Müllproblem in den Griff zu bekommen!
In einem zweiten Vortrag für die Klassen 5 und 6 gingen die beiden Forscher der Frage nach, wie das Plastik in die Ozeane kommt und was Bakterien damit machen. Dieser Vortrag vermittelt diese drängende Problematik sehr schön auf kindgerechtem Niveau.
Mittlerweile finden wir überall Plastikmüll, sowohl in der Tiefsee, als auch auf den höchsten Bergen. Tiere fressen unseren Plastikmüll, teilweise in Form von Mikroplastik, teilweise, weil sie es mit Nahrung, z.B. Quallen (Plastiktüte!) verwechseln. Man hat unzählige Fische, Seevögel oder Säugetiere des Meeres mit Mägen voller Plastikmüll tot aufgefunden. Diese Tiere sind mit vollem Magen verhungert! Auch für den Menschen ist die Sache gefährlich. Wir essen Fisch, der vorher Mikroplastik gefressen hat. Jeder kann sich denken, dass das für unsere Körper völlig ungesund ist.
Es ist unser Müll, der in den Ozeanen landet! Aber das Gute ist: Jeder kann etwas dagegen tun. Wenn jeder seinen Müll richtig entsorgt und nicht einfach in die Landschaft wirft, kann er auch nicht in Flüsse verweht werden und im Meer landen!
Bericht und Bilder: A. Maikranz






