MINT-Kompakttag an der RWTH Aachen
Auch in diesem Jahr fand wieder der MINT-Kompakttag für die Einführungsphase der Oberstufe statt. Die GAT-Schülerinnen und -Schüler hatten dort die Wahl zwischen vier verschiedenen Schülerlaboren in den MINT-Fächern. Zur Wahl standen ihnen die folgenden Kurse: Mathematik: wie funktioniert Netflix und woher weiß sie, was ich gerne anschaue?, Mathematikdidaktik: Wie funktioniert eigentlich generative künstliche Intelligenz – wie ChatGPT?, Physik: Einblicke in die Nanowelt, Biologie: Die Wirkung von Pflanzenschutzmitteln auf Wasserflöhe. Jeder Kurs dauerte ca. vier bis fünf Stunden und war überwiegend praktisch angelegt.
Dabei versucht das GAT immer solche Schülerlabore den Schülern anzubieten, zu denen sie entweder in der Schule keinen Zugang haben oder wo sogar Berührungsängste bestehen.
Ziel der MINT-Kompakttage des GAT ist es, den Schülern möglichst anschaulich und praktisch vor Augen zu führen, wie spannend und interessant die zukunftsträchtigen MINT-Fächer sind, so dass Schülerinnen und Schüler auch in den höheren Stufen ohne Scheu Fächer wie Mathematik, Physik oder Informatik wählen.
Im Schülerlabor Biologie konnten die Schülerinnen lebende Daphnien unter dem Mikroskop betrachten. Dann zählten sie den Herzschlag der Tiere vor und nach der Zugabe eines Insektizids und werteten anschließend ihre Ergebnisse aus. Die Schülerinnen waren begeistert, weil sie in der Schule keine Gelegenheit haben solche Experimente durchzuführen und sie das wissenschaftliche Vorgehen an der Universität kennenlernen konnten.
Im Schülerlabor Mathematik wurde die Netflix Challenge aus dem Jahr 2006 vorgestellt, in der es darum ging, wie mathematische Modellierung dazu genutzt wird die Filmvorschläge bei Netflix zu optimieren.
Dabei ging es darum verschiedene Faktoren mathematisch zu abstrahieren und über Matrizen miteinander zu verknüpfen, um Mithilfe dieser mathematischen Modelle die Filmvorschläge aufgrund verschiedener Vorlieben der Konsumenten zu optimieren. Die Schülerinnen und Schüler haben die ersten, stark vereinfachten Vorgänge zur Erstellung solcher mathemischen Matrizen selbst nachvollzogen und so erste Vorhersagen für mögliche Filmvorschläge an fiktive Netflix Konsumenten erstellt. Insgesamt eine spannende Anwendung von Mathematik im Kontext moderner Unternehmen.
Im Schülerlabor Physik führten die GAT-Forscher mehrere spannende Experimente im Bereich Röntgenstrahlung und zur Rastertunnelmikroskopie durch. Da in der Schule solche Geräte nicht verfügbar sind, ist es sehr spannend für die Schüler dies einmal selbst zu sehen und nutzen zu können.
In jedem Workshop wurden die Schüler auch über Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten im jeweiligen Fach informiert.
So konnte an diesem Tag spannende Kontakte zu den Fächern des MINT-Bereichs hergestellt werden. Denn gerade in MINT-Berufen bleiben später viele Stellen unbesetzt, da es zu wenige Bewerberinnen und Bewerber gibt. Aus diesem Grund wird am GAT schon früh dafür gesorgt, dass bereits in den unteren Jahrgangstufen das Interesse an den MINT-Fächern gefördert wird. So findet vor den Herbstferien stets ein MINT-Kompakttag für die Stufe 7 statt und im Laufe des Schuljahres auch für die Stufe 9 in Kooperation mit dem Deutschen Museum Bonn im Bereich neuronale Netzwerke.
Auch MINT-Lehrerinnen und Lehrer werden dringend gebraucht. In Aachen gibt es auch einen Studiengang für das Lehramt. Wer sich dafür interessiert, kann sich in diesem Beruf sogar schon an unserer Schule in einem Projektkurs („Milena“) ausprobieren. Hier wird mit verschiedenen Universitäten zusammengearbeitet.
Bericht: H. Schwarthoff
Bilder: R. Wacke, J. Hohlweck






