Erprobungsstufe • GAT
Erprobungsstufe • GAT
Erprobungsstufe • GAT

Die Erprobungsstufe am GAT

Die Erprobungsstufe umfasst die Jahrgangsstufen 5 und 6 an den weiterführenden Schulformen Hauptschule, Realschule und Gymnasium. Diese beiden Jahrgangstufen befinden sich in der Schullaufbahn der Schüler an einer wichtigen Stelle und bilden eine organisatorische und pädagogische Einheit, in der wir unsere Schüler eng begleiten und gut betreuen.

Nach dem Übergang von der Grundschule haben sie zwei Jahre Zeit, die gewählte Schulform zu „erproben“. Daher gibt es am Ende der Jahrgangsstufe 5 keine Versetzung, sondern die Schüler gehen automatisch in den Jahrgang 6 über. Erst am Ende des Jahrgangs 6 und somit am Ende der Erprobungsstufe erfolgt dann die Versetzung in den Jahrgang 7, wenn die gewählte Schulform erfolgreich erprobt worden ist.

Nach der Umstellung auf G9, also ab der Anmeldung zum Schuljahr 2018/19, lernen alle Schüler von der Klasse 7 an eine zweite Fremdsprache, Französisch oder Lateinisch.

In dem Wissen um die Umstellungen, die auf die neuen Schüler zukommen, liegt es uns besonders am Herzen, dass die Schüler sich schnell und ohne Schwierigkeiten in die neue Klassengemeinschaft einfinden, in der man respektvoll miteinander umgeht, sich angstfrei bewegen und sich wohlfühlen kann.

Nur auf dieser Basis kann sich Selbstbewusstsein entwickeln und ein erfolgreiches Lernen möglich werden. In der Grundschule wurden schon viel Fähigkeiten erworben, an welche wir anknüpfen und darauf aufbauend die Schüler am Anfang behutsam an das gymnasiale Arbeiten, d.h. an seine Lerninhalte und an seine Arbeitsformen, heranführen. Auf der raschen Entwicklung von Selbstständigkeit liegt dabei ein Schwerpunkt, da diese für das erfolgreiche Lernen am Gymnasium unabdingbar ist. So sollen die Schüler sich am Ende der Erprobungsstufe der Verantwortung für sich selbst und den eigenen Lernerfolg weitgehend bewusst sein.

Erprobungsstufe – was ist das eigentlich?

Der Erprobungsstufe schenken wir unter mehreren Gesichtspunkten ganz besondere Aufmerksamkeit. Das Ziel ist es,

  • schulische Begabungen und Fähigkeiten der Schüler zu erproben, zu fördern;
  • schrittweise die für das Gymnasium typischen Arbeitsweisen und Inhalte einzuüben;
  • die Selbstständigkeit der Schüler in ihren Lern- und Arbeitsprozessen zu fördern sowie
  • unterschiedliche Kenntnisse aus den Grundschulen anzugleichen.

Die zweijährige Erprobungsstufe ist eine Phase intensiver und kontinuierlicher Beobachtung. Um dies zu gewährleisten, achten wir auf Konstanz in der Lehrerbesetzung, d.h. einen Wechsel von Klassen- und auch Fachlehrern wird es innerhalb der Erprobungsstufe i.d.R. nicht geben. Der intensive Austausch der verschiedenen Fachlehrer einer Klasse erfolgt auf den regelmäßig stattfindenden Erprobungsstufenkonferenzen. Hier wird über die individuelle Entwicklung der Schüler beraten, über etwaige Schwierigkeiten, deren Ursachen und mögliche Wege zu ihrer Überwindung sowie über besondere Fördermöglichkeiten, natürlich auch bezüglich vorliegender besonderer Stärken.

Der Übergang von der Grundschule aufs Gymnasium stellt für alle Kinder eine Herausforderung aufgrund von vielen Neuerungen dar:

Abschied aus dem gewohnten Lern- und Lebensumfeld,

  • die Umstellung auf das größere Gebäude und Schulgelände,
  • die viel größere Schülerschaft als an der Grundschule,
  • häufig die räumliche Distanz vom Wohnort bis zum GAT und die damit verbundene Busfahrt bzw. die Fahrt mit dem Fahrrad,
  • die frühe Anfangszeit,
  • die neue Klassengemeinschaft und das Bedürfnis, dort neue Freunde zu finden,
  • zwei neue Klassenlehrer, die man als wichtige Bezugspersonen erst kennen lernen muss,
  • viele neue Fächer mit den jeweiligen Fachlehrern usw.

Aufgrund dieser vielfältigen Herausforderungen versuchen wir die ersten Wochen an unserer Schule so zu gestalten, dass die Kinder sich gut bei uns eingewöhnen können und sich wohl fühlen. Sie sollen trotz Anstrengung gern zum GAT kommen und unsere Schule als Lern- und Lebensraum entdecken. Die einzelnen Brückenelemente bilden wir aus folgenden Bausteinen:

1. Brückenpfeiler: Tag der offenen Tür
Am „Tag der offenen Tür“ öffnen wir für Grundschulkinder und Eltern alle Türen unseres Gymnasiums. In der Zeit von 9.00 Uhr bis 14.00 Uhr haben alle Zeit, am Schnupperunterricht der Jahrgangsstufen fünf und sechs teilzunehmen und sich zu informieren. Schulleitung, Erprobungsstufenleitung und Lehrer stehen für Einzelgespräche zur Beratung und zur Beantwortung individueller Fragen zur Verfügung.

Über diese Brückenbausteine gehen wir:

Anmeldung – Wie kann ich mein Kind anmelden?
Die Anmeldezeiten für das nächste Schuljahr finden sich zum einen auf unserem Informationsflyer, den wir allen Grundschulen zum Tag der offenen Tür zukommen lassen. Zum anderen finden Sie sich auf unserer Homepage unter „Neuanmeldungen“. Zur Anmeldung im Sekretariat bringen Sie bitte eine Kopie des Halbjahreszeugnisses (4. Schuljahr), das Stammbuch mit Geburtsurkunde des Kindes, ein Foto und den Anmeldebogen mit, den Sie von der Grundschule erhalten haben. Wir freuen uns, wenn Sie mit Ihrem Kind zur Anmeldung kommen, so können wir uns direkt ein wenig gegenseitig kennenlernen. Zu den Anmeldezeiten vergeben wir keine Termine.

Zusammensetzung der Klassen
Ein wichtiger Grundsatz ist für uns die Beibehaltung der ehemaligen Grundschulklassen. D.h., wenn Sie nichts anderes wünschen, bleiben die Kinder der alten Grundschulklassen zusammen. Innerhalb der Klassen mischen wir die verschiedenen Grundschulen. Weitere Kriterien der Klassenbildung sind eine vergleichbare Klassenstärken und ein möglichst ausgewogenes Geschlechterverhältnis. Individuelle Wünsche versuchen wir selbstverständlich dabei zu berücksichtigen, sie sind jedoch den oben genannten Kriterien aus pädagogischen und organisatorischen Gründen nachgeordnet.

Klassenlehrerteam
Der Schulleiter wählt in Zusammenarbeit mit der Erprobungsstufenleiterin und in Absprache mit den ausgewählten Kollegen die Klassenlehrerteams der zukünftigen 5. Klassen aus. Diese nehmen dann Kontakt mit den abgebenden Grundschulkollegen auf und können an einer Teamsitzung der 4. Klassen der Grundschulen gegen Ende des Schuljahres teilnehmen.

Kennenlernabend
Im Mai laden wir die Eltern und ihre Kinder zu einem Kennenlernabend ein. An diesem Abend verbringen die Kinder mit den neuen Mitschülern ihrer neuen Klasse sowie mit ihren zukünftigen Klassenlehrern ca. 60 Min in ihrem zukünftigen Klassenraum. Währenddessen findet für die Eltern eine Informationsveranstaltung in der Aula statt, bei der sie über die organisatorischen Abläufe am GAT informiert werden.

1. Schultag am GAT
Wir beginnen die Zeit an der neuen Schule mit einem gemeinsamen ökumenischen Gottesdienst in unserer Aula, mit dem die „Neuen“ in die Schulgemeinschaft aufgenommen werden. Den ersten Schultag und die 1.-3. Stunde am zweiten Tag verbringen die Klassen ausschließlich mit ihrem Klassenlehrerteam. In dieser Zeit werden die Mitschüler und das neue Gebäude Schule erkundet, der Stundenplan und Vertretungsplan besprochen und viele weitere Fragen geklärt.

Paten
Von Beginn an engagieren sich Schüler der achten Klassen als Paten in den Klassen. Sie sind Ansprechpartner für die Klassen in den Pausen, bereiten Kennenlernspiele für spezielle Stunden vor und unterstützen die Klassenlehrer bei unterschiedlichen Aktivitäten.

Kennenlernfahrt
Zum intensiveren Kennenlernen und zur Stärkung der Klassengemeinschaft findet die Klasse viel Zeit in unserer Zeitfensterwoche (Woche vor den Herbstferien). In dieser Woche verbringen die Klassen meist zwei Tage in der Schule, einen Tag auf einem Tagesausflug und alle Klassen fahren für eine Nacht in des Freilichtmuseum Kommern.

Lernen des Lernens
In der Jahrgangsstufe 5 unterrichtet das Klassenlehrerteam eine zusätzliche Stunde, in der ein Schwerpunkt auf dem Training verschiedener Lernmethoden, also der Vermittlung von Methodenkompetenz liegt: Wann, wo, wie mache ich am besten meine Hausaufgaben? Wie sollte der Arbeitsplatz zu Hause aussehen und wie sollte er nicht aussehen? Welcher Lerntyp bin ich?

Um dem wichtigen Punkt des Umgangs miteinander und der Wertevermittlung gerecht zu werden, arbeiten wir zudem im Bereich des Soziales Lernen mit Bausteinen des dafür konzipierten Konzeptes LionsQuest-Erwachsen werden.

Damit geben die LdL-Stunden dem Klassenlehrerteam neben dem Fachunterricht Zeit, auf die Entwicklung des sozialen Miteinanders in der neuen Klassengemeinschaft positiven Einfluss zu nehmen.

Zusammenarbeit mit den Grundschulen
Neben der Teilnahme an Teamsitzungen am Ende des 4. Schuljahres in den Grundschulen, erfolgen bei uns gegenseitige Besuche im Fach Englisch, da gerade in diesem Fach der Übergang von Grundschule zu Gymnasium besonders aufmerksam verfolgt wird. Zudem laden wir die ehemaligen Grundschullehrer zu der ersten Erprobungsstufenkonferenz in der Klasse 5 und zur letzten Erprobungsstufenkonferenz in der Klasse 6 ein. Anfang der Klasse 5 hat sich zudem ein „Übergangsnachmittag“ losgelöst von Leistungsaspekten etabliert. Die ehemaligen Grundschulklassenlehrer treffen in einer entspannten Atmosphäre mit dem neuen Klassenlehrerteam zusammen und die Frage „Wie ist das Kind angekommen?“ steht im Mittelpunkt. Diese Einladungen werden erfreulicherweise stets in großer Zahl angenommen, so dass die bei den Treffen ausgetauschten Informationen aus der Grundschulzeit für uns eine wichtige Hilfe sind, um manchem Schüler den Übergang an die weiterführende Schule zu erleichtern. Das GAT ist eine der wenigen Schulen, die im Rahmen des Telekom-Projektes „MINTeinander“ im Bereich Sachkunde-Physik eine enge Kooperation mit einzelnen Grundschulen im Einzugsgebiet betreiben.

Gewaltprävention
In der Klasse 6 bieten wir in Zusammenarbeit mit dem Jugendhilfeverein „Wellenbrecher“ ein Projekt zum Thema Gewaltprävention, an dem die Kinder mögliche Verhaltensweisen in für sie bedrohlichen Situation durchspielen und reflektieren.

2. Brückenpfeiler:  Abschluss der Erprobungsstufe
Am Ende der zwei Jahre „Erprobung“ der Schulform Gymnasium beraten wir auf der Grundlage der vielen Beobachtungen bei jedem Schüler ob er an unserer Schulform richtig gefördert werden kann. Im kommenden Absatz finden Sie eine Erläuterung zu den derzeit gültigen gesetzlichen Rahmenbedingungen des Landes NRW.

Über die gesetzlichen Rahmenbedingungen der Erprobungsstufe in NRW geben die § 10-12 der Ausbildungs- und Prüfungsordnung Sekundarstufe I (APO-SI) Auskunft. Auf dieser Grundlage werden im Folgenden häufig gestellte Fragen beantwortet.

Was geschieht, wenn sich am Ende der Erprobungsstufe herausstellt, dass das Gymnasium nicht die Schulform ist, die dem Begabungsprofil des Kindes entspricht?

Wenn sich am Ende der Erprobungsstufe herausstellt, dass das Kind an einer anderen Schulform besser gefördert werden könnte, sprechen wir eine Empfehlung zum Schulwechsel aus. Im Fall der Nicht-Versetzung verlässt das Kind am Ende der Jahrgangsstufe 6 das Gymnasium und geht in die Jahrgangsstufe 7 der Realschule, Hauptschule oder Sekundarschule über. Die Jahrgangsstufe 6 muss dann in der neuen Schulform nicht wiederholt werden. Auch ein Übergang zur Gesamtschule ist möglich, allerdings unter der Voraussetzung, dass dort ein Platz frei ist.

Ist es möglich, innerhalb der Erprobungsstufe ein Schuljahr zu wiederholen?

  • Die Erprobungsstufe ist grundsätzlich auf eine zweijährige Dauer angelegt. In dieser Zeit soll die gewählte Schulform erprobt werden. Die Wiederholung einer  Jahrgangsstufe ist daher die Ausnahme, wobei die maximale Verweildauer in der Erprobungsstufe drei Jahre beträgt. Es ist also nur die Wiederholung einer Jahrgangsstufe möglich.
  • Die Klasse 5 der Erprobungsstufe kann einmal auf Antrag wiederholt werden.
  • Die Klasse 6 der Erprobungsstufe kann bei Nicht-Versetzung nur dann auf Antrag wiederholt werden, wenn die maximale Verweildauer von drei Jahren in der Erprobungsstufe noch nicht ausgeschöpft ist und wenn zudem die Versetzungskonferenz zu dem Ergebnis kommt, dass das Kind auf Grund seiner Gesamtentwicklung durch die Wiederholung der Klasse 6 die Versetzung in die Klasse 7 voraussichtlich erreichen kann.

Wer entscheidet am Ende der Erprobungsstufe, welche Schulform das Kind dann besucht?

  • Wenn das Kind am Ende des Jahrgangs 6 versetzt ist, geht es in die Jahrgangsstufe 7 über. Ein freiwilliger Wechsel zu einer anderen Schulform ist natürlich möglich.
  • Wenn das Kind am Ende des Jahrgangs 6 nicht versetzt ist und auch die maximale Verweildauer von drei Jahren in der Erprobungsstufe noch nicht ausgeschöpft hat, kann die Klasse 6 prinzipiell auf Antrag wiederholt werden. Allerdings muss die Versetzungskonferenz diesem Antrag auf Wiederholung zustimmen. Das wird sie dann tun, wenn das Kind auf Grund seiner Gesamtentwicklung durch die Wiederholung der Klasse 6 die Versetzung in die Klasse 7 voraussichtlich erreichen kann.
  • Wenn das Kind am Ende des Jahrgangs 6 nicht versetzt ist und die Klasse 6 auch nicht wiederholen kann, geht es nach Wahl der Eltern in die Klasse 7 der Realschule, Hauptschule oder Sekundarschule über. Die Versetzungskonferenz kann aber auch auf Grund des Leistungsbildes feststellen, dass nur der Übergang auf die Hauptschule möglich ist. Auch ein Wechsel zur Gesamtschule ist möglich, wenn dort ein Platz frei ist.

Lorem ipsum dolor sit amet, consectetuer adipiscing elit, sed diam nonummy nibh euismod tincidunt ut laoreet dolore magna aliquam erat volutpat. Ut wisi enim ad minim veniam, quis nostrud exerci tation ullamcorper suscipit lobortis nisl ut aliquip ex ea commodo consequat. Duis autem vel eum iriure dolor in hendrerit in vulputate velit esse molestie consequat, vel illum dolore eu feugiat nulla facilisis at vero et accumsan et iusto odio dignissim qui blandit praesent luptatum zzril delenit augue duis dolore te feugait nulla facilisi.

Unterstützung Persönlichkeitsentwicklung am GAT

Im Rahmen der Klassenlehrerstunde (Lernen des Lernens) in den Klassen 5 wird am GAT sowohl Methodenlernen als auch LionsQuest von den Klassenlehrern durchgeführt.

LionsQuest ist ein Programm zur Förderung der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes in der Schule, wird weltweit in über 45 Ländern mit großem Erfolg angewandt und ständig weiterentwickelt und evaluiert. Das Programm will dabei das Selbstvertrauen, die Eigenverantwortung, die Kreativität und die Hilfsbereitschaft Jugendlicher stärken, sie somit beim Erwachsenwerden unterstützen. Darüber hinaus wollen wir die Schüler darin unterstützen, sich in Schule und zu Hause besser mitteilen zu können, Konflikte zu lösen, eigene Entscheidungen zu treffen und Neinsagen zu können zu Alkohol und Drogen. Somit ist LionsQuest ein Präventionsprogramm, bei dem die Vernetzung Schule und Elternhaus gefördert wird.

Die eigens dafür geschulten LionsQuest Lehrer regen mittels verschiedener Materialien und Methoden (Interaktionsspiele, Rollenspiele, Briefschreiben etc.) in einer guten offenen Atmosphäre dazu an, sich mit folgenden Themen auseinanderzusetzen:

  • Die Position des Einzelnen in der Gruppe, Verhaltensregeln in der Gruppe
  • Stärkung des Selbstvertrauens, Verhalten zur Stärkung des Miteinanders
  • Mit Gefühlen umgehen
  • Die Beziehungen zu meinen Freunden verbessern
  • Es gibt Versuchungen: Entscheide dich
  • Ich weiß, was ich will

Für Rückfragen und Anregungen steht Kirsten Welsch gerne zur Verfügung:

Zurück zu den Koordinatoren
Unser Lernbüro