GAT engagiert sich nachhaltig für den Schutz des Mechernicher Waldes

Das GAT ist vor fünf Jahren eine langfristige Kooperation mit der Nesselrode`schen Forstverwaltung eingegangen. Im Rahmen der Kooperation besuchen die 5. Klassen des GAT ein Waldstück in der Nähe von Mechernich. Zu Beginn der Exkursion konnten die GATler die Bäume anschauen, die von den jetzigen Klassen 9 vor fünf Jahren gepflanzt wurden. Diese sind mittlerweile etwas größer als die jetzigen Fünftklässler. Im Anschluss wurden die Ansprüche der verschiedenen Baumarten den Schülern durch Johannes Nesselrode sehr anschaulich anhand von Beispielen vor Ort erklärt. Dabei lernten die GAT-Schüler auch gleich verschiedenen Baumarten und ihre Merkmale kennen. Ziel der Exkursion der Klassen 5 ist es, dass jeder Schüler mindestens einen eigenen Baum pflanzt, oft sind es aber deutlich mehr, weil die Schüler auf den Geschmack kommen. „Können wir morgen wiederkommen und weiter pflanzen“, fragte eine Fünftklässlerin. Dieses Jahr wurden Roterlen (Alnus glutinosa) gepflanzt. Roterlen kann bis zu 25 Meter hoch werden. „Ihr rasches Wachstum macht sie ideal, um Brachflächen – wie die dieses Jahr von uns neue bepflanzte Wiese – schnell zu besiedeln“, so MINT-Koordinator Andreas Maikranz. In der Forstwissenschaft ist noch nicht abschließend erforscht, welche Baumarten in Zukunft mit den veränderten Klimabedingungen, z.B. mit stärkerer Trockenheit zurechtkommen. Deshalb setzt der Forstbetrieb Nesselrode auf einen Mix verschiedener Baumarten.

Ziel der Kooperation ist es, dass auch in den kommenden Jahren jeder Fünftklässler einen (oder mehrere) eigenen Baum pflanzt. Außerdem wird das Waldstück als Ziel für Exkursionen im Rahmen des Biologieunterrichts im Bereich Ökologie oder in Projektwochen genutzt. Hier können dann sowohl in der Sekundarstufe I als auch in der Oberstufe z.B. praktische Bodenanalysen durchgeführt werden oder theoretischer Unterrichtsstoff vor Ort nachvollzogen werden. Das Waldstück soll darüber hinaus im Rahmen von Fach- und Projektkursarbeiten für praktische Forschungen unserer Mittel- und Oberstufenschüler genutzt werden. Sodass unserer Schüler auch in Zukunft mit ihren Arbeiten erfolgreich an Jugend forscht teilnehmen können. Damit leisten das GAT einen kleinen Beitrag im Kampf gegen den Klimawandel, für Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und für ein nachhaltigeres Lernen durch praktisches Tun.

Bericht: B. Karst

Bilder: A. Maikranz