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Ankündigungen und News





Frieden als Bildungsauftrag

vom 17.01.2018

Städtisches Gymnasium Mechernich präsentiert sein Jahresthema – Benefizkonzert mit Giora Feidmann und zahlreiche andere Veranstaltungen und Projekte geplant


Über das GAT-Jahresprojekt mit dem Titel „Frieden – Bildung macht Schule“ schreibt Lehrer und Initiator Marco Langeneck:

Die Kanonen der Westfront waren bis Mechernich zu hören. Als vor hundert Jahren im Jahr 1918 die Kanonen aber schwiegen, waren fast 10 Millionen Soldaten und weitere 7 Millionen Zivilisten im Ersten Weltkrieg umgekommen und ungefähr weitere 20 Millionen Menschen waren verletzt worden. Schüler recherchierten und fanden eigene Verwandte, die gefallen sind. Diese familiäre Katastrophen sind Teil der „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts“ und mit dieser starb auch jeder naive Fortschritts-, Aufklärungs- und Friedensoptimismus. Die Erinnerung an das Ende des Ersten Weltkrieges im Jahr 1918, an den Beginn des Dreißigjährigen Krieges im Jahr 1618 sowie an die aktuellen Kriege und Krisen stellt uns vor die Herausforderung, nicht nur den Frieden zu bewahren, sondern diesen als eine stets zu gewinnende Aufgabe zu verstehen.

Krieg, Terrorismus und weltweite Krisen sorgen für Verunsicherung, Zersplitterung und Vertreibung oder Flucht, sodass dem immer noch zu hörenden weltweiten Kanonendonner mit Aufklärung, Bildung und Zusammenarbeit entgegengetreten werden muss. Grundgesetz, UN-Charta, nordrhein-westfälische Verfassung und das Schulgesetz verpflichten zur „Friedensgesinnung“. Entsprechend wirkt das Gymnasium Am Turmhof im Jahresprojekt „Frieden – Bildung macht Schule“ mit der katholischen und evangelische Kirchengemeinde ebenso zusammen wie mit dem Bundestagsabgeordneten des Wahlkreises, Detlef Seif, der Kreissparkasse Euskirchen oder dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, um in Mechernich in Kirche, Gottesdienst und Unterricht sowie in Kulturveranstaltungen für eine friedlichere Welt in Zeiten von Unfrieden zu wirken. Die Veranstaltungsreihe wird mit einem Benefizkonzert von Giora Feidman am 22. Juni 2018 und mit einem Spendenlauf für Friedenszwecke gekrönt. Entsprechend des Anliegens, den Zusammenhang von Frieden und Gemeinschaft zu demonstrieren und zu repräsentieren, hoffen wir auf Mitstreiter für die gute Sache. Gemeinsam bilden wir die friedlichere Welt.

 


 

Auch die Agentur ProfiPress berichtet über das Jahresthema des GAT:

 

GAT: Frieden als Bildungsauftrag

Städtisches Gymnasium Mechernich präsentiert sein Jahresthema – Benefizkonzert mit Giora Feidmann und zahlreiche andere Veranstaltungen und Projekte geplant

 

Im städtischen Gymnasium Am Turmhof Mechernich ist jetzt das neue Jahresprojekt mit dem Titel „Frieden – Bildung macht Schule“ vorgestellt worden. Gleichzeitig wurde die Ausstellung „Frieden geht anders!“ eröffnet. Die Wanderausstellung des „Zentrums Ökumene“, einer Einrichtung der evangelischen Kirche in Hessen und Nassau und der evangelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck, zeigt anhand von neun konkreten Konflikten, wie mit gewaltfreien Methoden Kriege verhindert oder beendet werden konnten.

Im zurückliegenden Jahr des Reformationsjubiläums hat das GAT erfolgreich mit verschiedenen Partnern wie der katholischen und der evangelischen Kirchengemeinde oder der Lit.Eifel zusammengearbeitet. Dank der Initiative der Lehrer Marco Langeneck und Inga Ketelhodt wurde nun die eindrucksvolle Präsentation der evangelischen Kirche nach Mechernich geholt und das Friedensprojekt von der Pfarrerin Susanne Salentin und der katholischen Kirchengemeinde unterstützt. 23 Roll-Ups mit QR-Codes zum Abspielen zusätzlicher multimedialer Inhalte auf mobilen Endgeräten, vier Mediastationen mit Touchscreens, auf denen vertiefende Video- und Audiodateien abgespielt werden können und diverse Anschauungsobjekte führen den Schülern, aber auch allen anderen interessierten Betrachtern, Alternativen zu Gewalt vor Augen. Zu sehen ist das Ganze bis zum 31. Januar im Treppenhaus des Gymnasiums.

Ein aktueller und ein historischer Anlass gaben den Ausschlag für das neue Jahresthema, erklärte Marco Langeneck. Zum einen jährt sich zum 100. Mal das Ende des Ersten Weltkrieges. Zum anderen sorgten Krieg, Terrorismus und weltweite Krisen für Verunsicherung und Zersplitterung, der man mit Aufklärung und Bildung begegnen wolle.

Dass sich das Thema Frieden wie ein roter Faden durch das Jahr 2018 ziehe, decke sich auch mit den beiden Attributen Weltoffenheit und Wertschätzung, die – neben der Leistung – am GAT großgeschrieben würden, betonte Schulleiter Micha Kreitz. Daher sei die Friedensbildung die dem Thema angemessene Aufgabe der Schule.

Neben der fächerübergreifenden Aufarbeitung im Unterricht werde es auch Kurzprojekte und außerunterrichtliche Bausteine geben, so Kreitz. Dazu will man auch in diesem Jahr mit außerschulischen Partner zusammenarbeiten. Das soll neben den Kirchengemeinden auch der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge (VdK) sein. So wird die VdK-Bildungsreferentin Konstanze Zechendorf die Jugendarbeit des Volksbundes unter dem Motto „Versöhnung über den Gräbern – Arbeit für den Frieden“ vorstellen. Zudem wird von Februar bis April die Ausstellung „Menschenrechte im Krieg“ gezeigt.

Im kulturellen Bereich ist wieder eine Kooperation mit der Lit.Eifel angedacht. Zum Thema Frieden sind Veranstaltungen mit dem Bundestagsabgeordneten Detlef Seif und den Philosophieprofessoren Stefan Grätzel und Ludger Honnefelder geplant. Außerdem gibt es wieder einen Vortrag von Schülervater und Cap-Anamur-Geschäftsführer Bernd Göken. Schülerprojekte wie eine Ausstellung „1918-2018“, ein Friedenslauf und die Anlage eines „Friedensweges“ runden das Programm im Themenjahr ab.

Ein besonderes kulturelles Highlight wird ein von der Kreissparkasse unterstütztes Benefizkonzert mit dem international bekannten Star-Klarinettisten Giora Feidman mit Ensemble am Freitag, 22. Juni sein. Feidman wurde für sein jahrzehntelanges Engagement für die Versöhnung zwischen den Kulturen unter anderem mit dem Großen Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.

„Wir waren früher friedensbewegter. Wer geht denn heute noch auf die Straße, um für den Frieden zu demonstrieren“, sagte bei der Vorstellung des Programms die evangelische Pfarrerin Susanne Salentin. Und aus Schülersicht erklärte der 18-jährige Robert Krug, wie wichtig das aktuelle Jahresthema ist: „Es gibt so viele schlechte Nachrichten, man gewöhnt sich einfach daran, ohne das Gefühl zu haben, etwas bewirken zu können.“

Foto: R. Hollermann

Text: pp/Agentur ProfiPress


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